Dynamische Gruppen

Dynamische Gruppen verändern sich aufgrund festgelegter Regeln ohne direkte Eingriffe. Im Idealfall werden sie einmal erstellt und können dann auch in den Folgejahren verwendet werden. Sie lassen zwar auch einen manuellen Eingriff zu; dies ist aber höchst selten sinnvoll.

Vorteile

  • Dynamische Anpassung: Neue Lernende werden gemäss den festgelegten Kriterien automatisch eingebunden. Ändert sich bei einem Schüler das Kriterium, wird er automatisch aus der Liste entfernt (z. B. bei Niveauwechsel).
  • Massive Zeiteinsparung: Bei gleich bleibenden Kriterien können dynamische Gruppen auch in kommenden Jahren weiterverwendet werden.
  • Arbeitsverteilung einfacher möglich: Klassenlehrpersonen können bei den Lernenden ihrer Klassen die Auswahlkriterien festlegen (teilweise sind spezielle Berechtigungen nötig; siehe zum Thema Berechtigungen unter Rechte nach Funktionen und zum Thema Arbeitsverteilung unter Arbeitsaufteilung). Der Administrator erstellt dann nur eine Gruppe, die die Lernenden gemäss den von der Klassenlehrperson festgelegten Kriterien auswählt.

Anwendungsbereich

Überall, wo Kriterien festgelegt werden können, die an Ihrer Schule Allgemeingültigkeit haben, sind dynamische Gruppen das richtige Instrument.

Beispiele:

  • Von zwei Parallelklassen sind immer die Mädchen in einer Turngruppe zusammengefasst.
  • Alle Schüler mit Freifach 'Chor' werden in eine Gruppe 'Chor' zusammengefasst.
  • Die Lernenden aus drei Parallelklassen bilden vier Niveaugruppen (Deutsch I, II.1, II.2 und III).
  • Immer die Lernenden der vierten und fünften Klasse werden als eine Mehrstufenklasse unterrichtet.

WICHTIG WICHTIG: Die ersten drei Beispiele bergen ein wichtiges Problem: Schülerzahlen. Besteht die Mädchenturngruppe wirklich jedes Jahr aus den Mädchen der beiden Klassen oder könnte auch eine dritte Klasse hinzukommen? Ist es möglich, dass es zwei Gruppen „Chor“ gibt, wenn sich sehr viele anmelden? Es ist wichtig, solche (teilweise mühsamen) Abklärungen zu machen, bevor die Gruppen festgelegt werden. Damit vermeiden Sie das aufwändige Anpassen solcher Gruppen im nächsten Jahr.

Voraussetzungen

Die anzuwendenden Kriterien müssen bei Schülern vorhanden sein. Wenn Kriterien aus den Schülerdaten ausschlaggebend sind (Geschlecht, Wohnort usw.), werden Sie diese Informationen schon mit dem Schülerimport bereitgestellt haben. Sie brauchen in diesem Fall nichts weiter zu unternehmen.

Möchten Sie aber dynamische Niveaugruppen erstellen, ist es in den meisten Fällen nötig, den Lernenden zuerst in ihren Fächern die richtigen Niveaus zuzuteilen. Oder das Ziel sind Gruppen zu Freifächern; dann muss den Schülerinnen vorgängig das Fach zugeteilt worden sein (z. B. im Modul 'Zeugnisse').

Grundsätzlich gilt: Wenn die Zusammensetzung aus einem oder mehreren der folgenden Kriterien gemacht werden kann, ist eine Automatisierung möglich – Zugehörigkeit zu bestimmtem Schulfach, Geschlecht, Schülerdaten (Geburtsdatum Jahrgang/Monat, Heimatort, Konfession, Muttersprache, Nationalität, Nummer, Postleitzahl, Strasse, Wohnort), Niveau oder Klasse.

Sonderfall manuelle Zuteilung

Manuelle Zuteilung zu dynamischen Gruppen

Sowohl bei der Erstellung über den Befehl 'Neue Gruppe' (im Modul 'Gruppen') als auch bei nachträglicher Veränderung über den Befehl 'Schüler/innen zuteilen' haben Sie die Möglichkeit, einer dynamischen Gruppe manuell weitere Lernende zuzuteilen. Natürlich werden Sie nur in Ausnahmefällen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, denn Sie verlieren damit den Vorteil, dass die dynamische Gruppe automatisch nur mit den Lernenden bestückt ist, die den Kriterien entsprechen. Auch hier gilt nämlich die Regel, dass manuelle Zuteilungen nur manuell verändert werden können. Deshalb müssen Sie im Folgejahr manuell zu dynamischen Gruppen zugeteilte Lernende wieder entfernen, auch wenn sie die Schule verlassen haben und archiviert wurden (unter Neues Schuljahr lesen Sie, wie manuell zugeteilte Lernende aus Gruppen entfernt werden können).

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